Unterwegs im Land der langen weißen Wolken

 
24April
2014

Heiße Quellen und rauchende Erde

Als nächstes ging es für ein paar Tage nach Rotorua, einer Stadt, die mitten in geothermal aktivem Gebiet liegt. Das merkt man innerhalb der Stadt hauptsächlich daran, dass ab und zu eine Brise fauligen Schwefelgeruchs hindurchzieht. Diese weht aus den Parks der Stadt heran und kommt von dessen Erdlöchern, in denen heiß-brodelnder Schlamm leise Blubbergeräusche von sich gibt und aus denen Dampf aufsteigt.

  



Im nahegelegenen Wai-O-Tapu-Park sieht das noch ein bisschen beeindruckender aus. Da gibt's einen Geysir (der aber erst nach Einwerfen von Seife aktiv wird) und von Mineralien grellbunt gefärbte Seen. 

   

   

   

18April
2014

Surfen!

Da ich auf der Nordinsel noch gar nicht weiter herumgekommen bin, habe ich mir das für die kommenden Wochen vorgenommen. Mein erstes Ziel war das Surfer-Paradies Raglan.
Hier habe ich ein paar so fantastische Tage verbracht, dass ich gern noch länger geblieben wäre. Das kleine Hostel, in dem ich gewohnt habe, hatte eine unglaublich entspannte Atmosphäre mit seinen Hängematten und dem (kostenlosen) Hotpool im Innenhof, der Gitarre im "Wohnzimmer", dem Pizzaofen, der Slackline im Garten und natürlich vor allem dem Surfboard-Verleih!
Ich dachte mir, es gibt nirgends eine bessere Gelegenheit als hier, das Ganze mal auszuprobieren. Wer braucht schon Surf-Unterricht. Wet-suit an, größtes Board, das es gibt, ausgesucht, ein paar dämlich aussehende, von einem Hobbysurfer angeleitete Trockenübungen auf dem Boden vollführt und ab ins Wasser. Learning by doing, so wird das hier immer gehandhabt.
Nach 3 Tagen Surfen würde ich nicht ansatzweise behaupten, dass ich es kann, und es ist auch (besonders bei den fast Angst einflößenden Wellen an der Westküste) echt anstrengend und mittelmäßig frustrierend. Aber wenn ich nach 20 Wellen tatsächlich mal auf einer halbwegs stehe, fühlt sich das schon verdammt toll an :)

     

13April
2014

Wellington Zoo

Ein bisschen wehmütig hab ich mich von meiner Lieblings-Südinsel-Reisebegleitung ( :P ) verabschiedet und mich auf den Weg zurück auf die Nordinsel gemacht.
Dafür hab ich mich aber auch sehr auf Wellington und das langerwartete Zoopraktikum gefreut! Der Zoo hat ein eigenes kleines Vet-Center. Dabei werden nicht nur Zootiere, sondern auch aufgefundene Wildtiere behandelt. Häufige Patienten sind daher die kleinen neuseeländischen blauen Pinguine und verschiedene einheimische Vogelarten.
Besonders toll war da die kleine neuseeländische Eule, im englischen Morepork genannt, die ein bisschen so aussieht wie diese niedlichen Mini-Eulen, von denen es die Youtube-Videos gibt, die so süß die Augen zusammenkneifen, wenn sie gestreichelt werden :)

Von den Zootieren war definitiv Manasa, der kleine rote Panda mit dem gebrochenen Hinterbein, mein Liebling:

  

Relativ außergewöhnlich fand ich, dass die Behandlungsräume riesige Schaufenster hatten, durch die die Zoobesucher jederzeit alle Behandlungen, egal ob Routineuntersuchung, OP, Röntgenaufnahme oder postmortale pathologische Untersuchung, mitansehen konnten. Über eine Gegensprechanlage durfte man auch Fragen stellen.

Relativ typisch für ein Praktikum waren dagegen meine Augaben, die hauptsächlich Käfige reinigen, Tiere füttern und Skalpell reichen beinhalteten ;) Trotzdem war es ein wirklich interessantes Praktikum. Es ist auf jeden Fall etwas Besonderes, einen Schimpansen auf dem OP-Tisch zu haben.

Und weil es so schön ist, noch ein paar Tierfotos:

    

   

   

Außerdem hab ich es sehr genossen eine Weile in Wellington zu verbringen. In der ersten Woche habe ich in einem Hostel gewohnt und bin dann zur zweiten zum Couchsurfen in eine tolle Wg umgezogen (Thank you, Andrew! See you one day at the Burning Man ;) )
Ich finde, Wellington ist eine sehr schöne Stadt. Am liebsten bin ich Abends die Hafenpromenade oder Barmeile entlanggelaufen und habe Leute beobachtet. Dabei kann man prima auf Parcour-Läufer und Kurzfilmproduktionen treffen oder sich mit der Hare-Krishna-Gemeinde anfreunden.
Und ich hab einen Supermarkt gefunden, der ab Abends 8 Uhr Sushi zum halben Preis verkauft ;)

30März
2014

Queenstown

Queenstown ist eine geschäftige Touristenstadt vor schönem Bergseepanorama, in der man viel Zeit verbringen und viel Geld ausgeben kann. Da ich aber leider nicht mehr besonders viel Zeit hatte, bevor mein Praktikum auf der Nordinsel anfing, haben wir hier nur einen Abend verbracht. Queenstown ist  außerdem das Bungy-Jumping und Skydiving-Eldorado Neuseelands. Ganz kurz hab ich überlegt, ob mir der Nervenkitzel ein paar hundert Dollar Wert ist, hab mich dann aber doch dagegen entschieden ;) Dafür hab ich den berühmten Fergburger gegessen und mich im Schokoladenladen durch mindestens 10 verschiedene Fudge-Sorten gekostet... Man soll ja die kleinen Dinge genießen :)

29März
2014

Alexandra

Auf dem Weg nach Queenstown haben wir kurz in Alexandra Halt gemacht. Es ist im Sommer eines der wärmsten Orte in Neuseeland, weshalb es hier hauptsächlich viele Obstplantagen gibt. Übernachtet haben wir dort bei der Mutter unseres wunderbaren Dunedin-Hosts, die sich als genauso unendlich gastfreundlich herausgestellt hat. Sie hat uns auf eine kleine Sightseeing-Tour mitgenommen, was ein altes Goldgräberstädtchen und eine riesige Uhr in den Bergen (Warum genau es die gibt, wurde mir nicht so richtig klar, aber die Bewohner Alexandras sind ein bisschen stolz darauf, dass sie seit neuestem auch im Dunkeln leuchtet) beinhaltete.    

   

28März
2014

Moeraki Boulders

Bevor wir den kleinen "Cheapo" endgültig zurückgegeben haben, haben wir noch einen kurzen Ausflug zu den Moeraki Boulders gemacht.  Dabei handelt es sich im Prinzip nur um große, am Strand herumliegende Steine, die aber wegen ihrer kugelrunden Form faszinieren und ein wunderbares Fotomotiv abgeben.

   

   

So verlassen, wie es auf den Bildern aussieht, war es allerdings nicht. Auch hier haben wir Busladungen voll japanischer Touristen getroffen, die nicht nur die Steine, sondern besonders begeistert auch uns fotografieren wollten. Ich frage mich, in welchem japanischen Blog jetzt unsere Gesichter auftauchen und vor allem auch... warum.

 

 

27März
2014

Einmal Catlins Coast und zurück

Weil die Küste südlich von Dunedin so dünn besiedelt ist, dass man sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, die Straße zu asphaltieren, dachten wir uns, dass das Hitch-hiken hier nicht so sinnvoll ist. Deshalb haben wir uns ein Auto für 2 Tage gemietet und sind mit diesem, liebevoll "El Cheapo" genannten, Prachtexemplar (bei dem man beim Bergauffahren fast nebenherlaufen konnte) die verlassene Küste entlanggefahren.
So hatte ich immerhin auch einmal die Gelegenheit die Erfahrung zu machen, wie es ist, auf der linken Seite zu fahren. Das heißt, anfangs ist es sehr gruselig, am Ende bringt man immerhin nur noch Scheibenwischer und Blinker durcheinander (in entsprechender Situation auch immer noch sehr verwirrend).

Leider ist es tatsächlich schon Herbst, sodass es inzwischen schon ziemlich regnerisch und kalt war. Wir haben uns trotzdem nicht abschrecken lassen, haben Wasserfälle besucht, sind zu Aussichtspunkten und sämtliche Strände entlang gelaufen.

   

   

   

   

Hier konnten wir genauso wie auf der Otago Peninsula Seelöwen und Pinguine beobachten. (Während die Pinguine, wie bereits beschreiben, eher "tatenlos" rumstehen, ist es ziemlich unterhaltsam, den Seelöwen dabei zuzusehen, wie sie aus dem Wasser gewackelt kommen. Diese zusammengewachsenen Hinterflossen sind einfach nicht dazu gemacht, um anmutig zu gehen.)

  


In der Purpoise-Bay kann man relativ häufig eine Schule von Hectordelfinen beobachten und auch mit ihnen schwimmen. Allerdings hatten wir da nicht so viel Glück, und haben sie nur, schon sehr weit draußen, Richtung offenes Meer schwimmen sehen.

Nach einer relativ unbequemen Nacht im Auto in Invercargill und einem letzten Halt am südlichsten Punkt der Insel, ging es dann wieder zurück. Nach 2 Tagen der selben CD in Dauerschleife (Radioempfang (und auch Handyempfang!) oder Anschluss für den MP3-Player gab's nicht) vielleicht auch ganz gut so :)



Achso, und weil so typisch, nicht zu vergessen, ein paar Schafe (man, gucken die blöd):

  

25März
2014

Otago Peninsula

Zusammen mit unserem Couchsurfhost haben wir einen Ausflug zu dieser nicht weit von Dunedin entfernten Halbinsel gemacht. Bei wunderbarem Wetter haben wir einen tollen, entspannten Nachmittag am Strand der Sand fly Bay verbracht. Wir haben ausgiebig gebruncht, Seelöwen beobachtet und sogar einen Pinguin gesehen.

   

   

  

Im letzten Bild liegen bestimmt um die 10 Seelöwen zwischen den Steinen, von denen man sie kaum unterscheiden kann.



Und noch ein Suchbild, dieses Mal mit Pinguin:

   

Zur Zeit sind diese Gelb-Augen-Pinguine in der Mauser und daher nicht ganz (wasser)dicht, weshalb sie ihre Zeit hauptsächlich damit verbringen, am Strand zu stehen und so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Gut für uns, sonst hätten wir nicht die Chance gehabt, einen zu entdecken.

24März
2014

Dunedin

Nach 2 Tagen Ruhe in der Natur, ging es zurück zur Zivilisation nach Dunedin, der zweitgrößten Stadt auf der Südinsel. Hier hatten wir einen sehr netten und grenzenlos hilfsbereiten Couchsurfhost, der für uns sogar Bett gegen Couch getauscht hat und einen unglaublich leckeren schokoladigen Nachtisch mit uns zusammen gebacken hat (Thank you so much, Alan :) ).

Mit ihm zusammen haben wir gleich am ersten Abend das Nachtleben von Dunedin erkundet.
Da Dunedin eine Universitätsstadt ist, war auch eine ganze Menge los. In der Hauptstraße reihen sich locker 20 Clubs aneinander. Allerdings spielt absolut jeder die selbe, mit dem immergleichen Beat-Mix unterlegte Musik. Die Mädels in den Clubs tragen dabei Röcke, die immer ein bisschen zu kurz, und Ausschnitte, die immer ein bisschen zu groß sind (um nicht sagen zu müssen: Sie sind ein bisschen nuttig angezogen). Es war ein schöner Abend, aber irgendwie kann ich mit dieser neuseeländischen Clubbing-Szene nicht ganz so viel anfangen ;)

Dafür wohnt man als Student in Dunedin gar nicht so schlecht. Hier gibt es nämlich keine Mehrfamilienhäuser und Wohnblöcke, sondern die Studenten wohnen in Wg's in kleinen Einfamilienhäusern (mit Garten!). Von außen daran zu erkennen, dass Spruchbände über den Türen hängen und alte, ausgesessene Sofas und Sessel im Vorgarten stehen,auf denen am Wochenende relaxed Studenten (mit Hang-over) gammeln.


Einen Tag haben wir genutzt, um einen ausgiebigen Rundgang durch die Stadt zu machen. Dunedin ist eine hübsche, für Neuseeland recht alte Stadt und kann die steilste Straße und das meist fotografierte Gebäude der Welt vorweisen! Keine Ahnung, wer da das Winkelmesser an alle steilen Straßen der Welt gehalten oder Fotografen vor berühmten Gebäuden gezählt hat. Ist ja auch von Bedeutung... mindestens wichtig für den Weltfrieden! Ich schweife ab...Hier ein paar Bilder:

   

  

Außerdem waren wir bei einer Besichtigung in der Cadbury's Schokoladenfabrik. Dort hat man zu reiner Touristenbeglückung eine Tonne flüssige Schokolade aus einem Behälter von der Decke herabdonnern lassen. Zum Essen wurde Schokolade natürlich auch verteilt. :) Yum! Da hätte ich mal arbeiten sollen!

23März
2014

Lake Pukaki

Dieser Bergsee liegt ganz in der Nähe vom Lake Tekapo. Während Lake Tekapo touristisch viel stärker beworben wird ( Am Ufer hat sich ein richtiges kleines Touristendorf entwickelt), liegt dieser See völlig ruhig nur von Natur umgeben. Eigentlich wollten wir nur dort vorbei, weil er eh auf dem Weg lag, haben dann aber doch ein paar Stunden brunchend und relaxend am Ufer verbracht. Im Hintergrund kann man Mt Cook, den höchsten Berg Neuseelands, sehen.



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